Historie

Die Gemeinden Heidenau und Mügeln verband seit dem 18 Jahrhundert ein Feuerlöschverband mit der Kostenverteilung von 2/3 Mügeln ( ca. 800 Einwohner) und 1/3 Heidenau ( ca. 412 Einwohner).

Feuerwehr ca. 1925



Historie

03.Februar 1876 wurde das Statut der Freiwilligen Feuerwehr durch die Kgl. Amtshauptmannschaft genehmigt, darin wurde die Mindestverpflichtung von 6 Jahren festgelegt, jeder Wehrmann hatte sich die Ausrüstung ( Helm und blauweißgetreifte Leinwandbluse) selbst und auf eigene Kosten zu beschaffen

13. Mai 1876 im Gasthof Mügeln wählten die Kameraden bei Ihrer ersten Zusammenkunft als Freiwillige Feuerwehr den Kaufmann Willkomm zum Hauptmann, welcher dann alle durch Handschlag verpflichtete

02. Juli 1876 wurde die erste fahrbare Abprotzspritze, angeschafft mit Unterstützung der Kgl. Brandversicherungskommission von 600 M, feierlich übergeben. Zu Gast waren die Wehren aus Pirna, Laubegast, Kreischa und vier Steiger der Turnerfeuerwehr Dresden
August 1876 erster Einsatz beim Hochwasser von Müglitz und Elbe

02. September 1876 3:45 Uhr wurde Die Feuerwehr zum ersten Brand in Hosterwitz gerufen. Mit 16 Mann erschien die Wehr 4:30 Uhr am Brandplatz und Hauptmann Willkomm wurde das Kommando über alle Wehren am Einsatzort übertragen. Zum Ende der Löscharbeiten brach der eiserne Druckhebel und die Spritze war außer Gefecht gesetzt.

15. Oktober 1876 Die Wehr erhält 2 einholmige Steigleitern

07. Januar 1877 wurde die Anschaffung von braunen Winterblusen beschlossen. Die Kosten von 148,- RM wurden mit von Sponsoren getragen

06. Dezember 1878
wurden Musikinstrumente angeschafft, 6 Mann bildeten eine Musikkapelle

01. Februar 1879 die Steiger rüsten sich auf eigene Kosten mit Beilen aus

08. Juni 1879 Einweihung eines eigenen Steigerhauses

01. Juni 1881 wurden auf eigene Kosten der Kameraden von a 2, 27 RM Mützen beschafft

04. Februar 1885 bewilligt der Gemeinderat eine jährliche Zuwendung von 100,- RM

03. März 1886 scheidet Hauptmann Willkomm aus und Fabrikdirektor Jackwitz wird Hauptmann

04. August 1886 legt Hauptmann Jackwitz das Amt wieder nieder und Schuhmachermeister Reimann wird Hauptmann

03. November 1897 wird der neue Schulhof ( heute Goethe-Schule) als Exerzierplatz genehmigt, später wird hier auch das Gerätehaus mit Steigerturm gebaut

im Jahr 1898 wird durch drei Bürger eine 2. Handspritze geschenkt

Januar 1899 Einweihung der neuen fahrbaren mit Pferde gezogenen Handdruckspritze

08. März 1899 Anschaffung eines neuen Schlauchhydrantenwagens

07. Februar 1900 zur Anwendung kommen jetzt Oberflurhydranten, gespeist von einem Hochbehälter auf der Meuscha mit einem Druck von 5,5 Atü im Ort

26. August 1900 Feuerwehrverbandstag in Mügeln

15. August 1902 Herr Baldauf wird Hauptmann

01.Februar 1903 der Zugführer John stiftet eine Sanitätstrage

01. April 1920 Verschmelzung der Orte Heidenau, Mügeln, Gommern und Großsedlitz zur Gemeinde Heidenau

1921- 1923 durch Hereintragen der Politik in die Feuerwehr litt die Kameradschaft sehr, es waren Robert Buschan, Karl Fehrmann und Paul Klimmer (bis 1935) als Kommandanten tätig

10. Mai 1925 das neue Gerätehaus in der Pirnaer Straße mit zwei Wohnungen für Gerätewarte wird nach einem Baukostenaufwand von 40600,- RM übergeben

08-09. Juli 1927 Einsatz bei der Hochwasserkatastrophe im Müglitz- und Gottleubatal

23. Januar 1931 Die Feuerwehr erhält das erste motorisierte Löschfahrzeug LF 15 von der FA. Fischer Görlitz für 25000,- RM

29. Juli 1933 Emil Steidtmann wird von der NSDAP zum Wehrleiter bestimmt

Mitte 1936 sind im Stadtgebiet 21 Feuermelder mit Fernsprecher und in den Wohnungen der Kameraden 46 Alarmglocken montiert

23. Nov. 1936 durch das Reichsgesetz über das Feuerlöschwesen wird die Feuerwehr zur Technischen Hilfspolizeigruppe

11. Juni 1937 erhält die Wehr einen Pionierwagen LF 25, Mannschaftsbestand 72 Mann

26. Juni 1938 Kreisfeuerwehrtag in Heidenau

16. März 1940 30 Std. Einsatz beim Hochwasser der Elbe

1941 Eine Jugendfeuerwehr mit 18 Jugendlichen wird gegründet

1943/44 37 Kameraden sind zum Heeresdienst eingezogen
Einsätze: 37x Fliegeralarm
11x Brände
10x Hilfeleistungen
6x Bereitstellungen
4x blinde Alarme

1944 - 7. Mai 45 mußte die Heidenauer Feuerwehr das Gerätehaus nachts ständig besetzen, es wurden zwei Einsatzgruppen gebildet, welche je eine Woche von 18:00 Uhr bis 6:00 Uhr im Gerätehaus schlafen mussten

13-14. Febr. 1945 36 Std. ununterbrochen im Einsatz in Dresden und Heidenau nach den Bombenangriffen

02. März 1945 7 Std. im Einsatz nach den Bombenangriffen auf Birkwitz

19. April 1945 5 Std. im Einsatz nach den Bombenangriffen auf Pirna

08. Mai 1945 Einsatz bei Bombenangriffen auf Heidenau

In den Wirren der letzten Kriegstage büßte die Feuerwehr Heidenau alle ihre Fahrzeuge ein. Das LF 15 wurde auf nimmerwiedersehen entführt. Das Pionierfahrzeug wurde bei Aussig defekt stehen gelassen. Trotz aller Bemühungen konnte das Fahrzeug nicht wieder erlangt werden.

01. Juli 1945 die Wehr wurde trotz Verlust aller Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemeldet, Wehrführer Steidtmann wurde aus der Wehr verwiesen, Werner Gleißberg wurde neuer Wehrleiter